
Während die einen feiern, suchen die anderen verzweifelt Parkplätze: Für Anwohner im Nürnberger Süden ist Rock im Park eine echte Geduldsprobe. Das Festival und seine regelmäßig über 60.000 Besucher, von denen immer noch zu viele mit dem Auto anreisen, sorgt für massive Probleme. Die SPD will das ändern. Mit einem Antrag im Stadtrat hat die Partei auf zahlreiche Beschwerden aus dem Süden der Stadt reagiert. Sie sprechen von „chaotischen Zuständen“ und davon, dass sich dringend etwas ändern müsse.
Nun keimt vorsichtige Hoffnung auf. Die SPD hatte vom Veranstalter, der Stadtverwaltung und der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) gefordert, sich an einen Tisch zu setzen und entsprechende Konzepte zu erarbeiten. Das Ziel: Mehr Besucher als bisher sollen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, möglichst wenige dafür mit dem eigenen Auto anreisen. Nur wie?
Rock im Park 2026: Ticket gilt künftig automatisch für Nahverkehr
Es geht, wie so häufig, um Geld. Anders als bei vielen anderen Festivals galt die Eintrittskarte für Rock im Park bislang nicht automatisch als Ticket für den Nahverkehr. Lediglich sogenannte „Green-Camper“ kamen in den Genuss, Bus und Bahn zur An- und Abreise kostenfrei nutzen zu können. Das ändert sich nun im kommenden Jahr: Die Nutzung der „Öffis“ ist für alle Besucher ab 2026 kostenfrei.
„Das ist ein erster wichtiger Schritt dazu, dass es 2026 deutlich weniger Belastungen durch Staus und Parkplatzprobleme bei Rock im Park gibt“, sagt Nasser Ahmed, Vorsitzender der SPD im Stadtrat und Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters. „Der nächste Schritt ist, jetzt dafür zu sorgen, dass das Angebot auch attraktiv und allen bekannt ist. Die Ausweitung der ÖPNV-Kapazitäten zu den An- und Abreisezeiten vor und nach dem Festival und den Konzerten, eine enge Taktung und eine gute Öffentlichkeitsarbeit sind der Schlüssel.“ Auch Harald Dix, SPD-Mitglied im Verkehrsausschuss, wittert „eine echte Entlastung“ für alle Anwohner und deutlich weniger Staus rund um die Großveranstaltung im Süden der Stadt.
Schon in den Jahren zuvor hat die VAG allerdings ihr Fahrtenangebot für Rock im Park deutlich ausgebaut. Ob die bisherige Aufstockung ausreicht, da hat die SPD allerdings so ihre Zweifel und fordert Nachbesserungen. Die Sozialdemokraten liebäugeln auch mit weiteren Maßnahmen, beispielsweise mit der Einrichtung von temporären Anwohnerparkzonen mit Zufahrtskontrollen und das verstärkte Bewerben von Park-and-Ride-Möglichkeiten mit Shuttle-Bussen.
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