Ellingen - Manche lernen es offenbar nie. Erneut hat die Verkehrspolizei Ansbach auf Höhe der B2-Abfahrt Ellingen Nord eine Geschwindigkeitsüberwachung durchgeführt. Mehr als die Hälfte der Temposünder war deutlich schneller als Tempo 70 - mit Konsequenzen.
23.06.2025 12:44 Uhr

Am Donnerstagnachmittag, Freitagabend und Samstagnacht führte die Verkehrspolizei Ansbach (VPI) aufgrund der bei zurückliegenden Geschwindigkeitsmessungen festgestellten massiven Verstöße erneut eine Überwachung auf Höhe der B 2-Einmündung Ellingen Nord in Fahrtrichtung Nürnberg durch. Bekanntermaßen ist das Teilstück auf Tempo 70 begrenzt.

In Summe wurden an allen drei Tagen bei einer Messdauer von jeweils fünf bis sechs Stunden über 5600 Fahrzeuge gemessen, teilt die VPI mit. Dabei war der Freitag der verkehrsreichste Tag mit über 2600 Fahrzeugen, wohingegen am Samstag nur knapp 1300 Fahrzeuge die Messstelle passiert haben. Dabei wurden 476 Verstöße festgestellt.

Erneut augenfällig dabei sei gewesen, dass ein Großteil dieser Verstöße - nämlich 270 - so massiv waren, dass die verantwortliche Person mit einer Bußgeldanzeige und Punkten in der Verkehrssünderkartei rechnen muss. Für diese Messstelle galt damit einmal mehr die Tendenz: „Wenn schon Geschwindigkeitsüberschreitung, dann richtig.“

Elfmal Fahrverbot

Im Ergebnis müssen elf Fahrzeugführer sogar mit einem Fahrverbot rechnen. Auf dem in diesem Fall äußerst unrühmlichen „Trepperl“ landeten dabei drei Fahrzeugführer, die bei erlaubtem Tempo 70 mit Geschwindigkeiten von 122, 126 und 131 gemessen wurden – im Übrigen in allen drei Fällen Geschwindigkeiten, die selbst bei regulär außerorts erlaubten 100 km/h zu einer Bußgeldanzeige geführt hätten.

Die Verkehrspolizei Ansbach weist einmal mehr darauf hin, dass sie diesen Gefahrenschwerpunkt, an dem die genannte Geschwindigkeitsbegrenzung unter anderem als Reaktion auf einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang eingerichtet wurde, auch in der nächsten Zeit vermehrt im Auge behalten wird