
Die Flasche Wasser im Auto ist leer und das Getränk an der Ratsstätte kostet so viel wie ein ganzer Kasten im Supermarkt. Zudem wollen viele nicht zu viel trinken, da sie den Gang auf die Toiletten an Autobahn-Parkplätzen vermeiden wollen. Die Gefahr, bei Reisen mit dem Auto zu wenig zu trinken, ist groß. Doch wer auf langen Autofahrten zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, lebt gefährlich. Wie Forscher der britischen Universität Loughborough herausgefunden haben, produzieren dehydrierte Fahrer ähnlich viele Fahrfehler wie Menschen mit einem Blutalkoholwert von 0,8 Promille.
Die Ergebnisse der Studie wurden bereits im Jahr 2015 veröffentlicht, doch das Problem des zu wenig Trinkens, ist weiter aktuell. Die Forschenden der Uni in Zentral-England fanden heraus, dass Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentrationsvermögen nachlassen. Vor allem bei hohen Temperaturen ist das von Bedeutung, denn durch Schwitzen gehen zusätzlich Flüssigkeit und Mineralstoffe verloren. Ebenfalls kontraproduktiv sind der Konsum von Kaffee, Cola oder Limonaden. Dehydrierung, wie der Wassermangel im Körper genannt wird, kann dann zu Konzentrationsproblemen oder auch Kopfschmerzen führen.
Doch was hilft am besten? Experten des Auto- und Reiseclubs Deutschland, kurz ARCD, aus dem mittelfränkischen Bad Windsheim empfehlen vor allem Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen oder gekühlte Früchtetees. Dazu sollten Autofahrerinnen und Autofahrer auf leichte Pausensnacks setzen. Frittierte, gebackene oder scharf gewürzte Speisen würden ebenfalls die Konzentration beeinträchtigen und während der Fahrt sogar zu Bauchschmerzen, Sodbrennen oder Blähungen führen.
Eine vor der Reise zusammengestellte Vesperbox sollte demnach mit Käse, Putenbrust oder pflanzlichen Aufstrichen belegte Vollkornbrote, Gemüsesticks, hart gekochte Eier, Käsewürfel, frisches Obst oder Nüsse beinhalten. Der Tipp der Experten: „Wer sich seinen Proviant zu Hause selbst zubereitet, spart außerdem Geld und vermeidet Verpackungsmüll.“

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