
Während bayerische Gymnasien in diesem Sommer kaum Abiturienten hervorbringen – ein Effekt der Umstellung vom G8 auf das neunjährige Gymnasium (G9) –, haben die Abi-Jahrgänge der Fürther Max-Grundig-Schule in den vergangenen Tagen über den schriftlichen Prüfungen geschwitzt: An der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) läuft in Sachen Abschluss heuer alles wie gewohnt. 271 Schülerinnen und Schüler sind zu den Prüfungen für die Allgemeine Fachhochschulreife sowie die Allgemeine Hochschulreife angetreten.
„Wir erleben in diesem Jahr sehr deutlich, wie wichtig und tragend das System der Fach- und Berufsoberschulen im bayerischen Bildungssystem ist“, betont Schulleiter Thomas Schock in einer Pressemitteilung. „Gerade in einem Übergangsjahr wie diesem, in dem von den Gymnasien kaum Abiturienten kommen, zeigen wir: Die FOSBOS ist nicht nur eine Alternative, sondern ein eigenständiger und gleichwertiger Bildungsweg.“ Die hohe Zahl der Prüflinge in diesem Jahr unterstreiche das.
Abiturprüfungen an der Max-Grundig-Schule: „Gefragtes Profil“
Weil es manchen nicht bewusst ist, erklärt Schock: Die Max-Grundig-Schule biete jungen Menschen mit mittlerem Schulabschluss eine „fundierte und praxisnahe Möglichkeit, einen hochwertigen Schulabschluss zu erreichen“ – ob Allgemeine Fachhochschulreife oder, über den Weg der FOS 13 bzw. BOS 13, das vollwertige Abitur. Der Schulleiter hebt hervor: „Unsere Absolventen bringen neben theoretischem Wissen auch wertvolle Praxiserfahrung mit – sei es aus der fachpraktischen Ausbildung in der FOS oder aus der Berufserfahrung vor dem Besuch der BOS.“ Dieses Profil sei bei Hochschulen und Arbeitgebern sehr gefragt.
Der Abschluss an der FOS/BOS ermögliche ein breites Spektrum an Studienmöglichkeiten – und das mit einer höheren Praxisnähe und Reife, wie Schock sagt: „Unsere Schülerinnen und Schüler wissen, was sie wollen. Sie haben bereits in Praktika oder Berufen erste Erfahrungen gesammelt und bringen eine hohe Zielstrebigkeit mit. Das ist ein entscheidender Vorteil gegenüber vielen gymnasialen Abiturienten, die direkt aus dem schulischen Kontext kommen.“
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