Nürnberg - So kennt man den Laufer Torturm eigentlich gar nicht mehr. Nürnbergs Wahrzeichen hat nun aber endlich keine Hülle mehr, auch das Gerüst ist mittlerweile verschwunden.
31.12.2024 09:26 Uhr

Ganz ohne Gerüst und Hülle: So hatte man den Laufer Torturm schon lange nicht mehr gesehen. Tatsächlich aber steht das Wahrzeichen Nürnbergs nun nach vielen Jahren wieder unverhüllt da. "Der Laufer Torturm hat alle Hüllen fallen lassen", freut sich auch Nürnbergs Bürgermeister Christian Vogel, der auch aktuelle Bilder des Turmes bei Facebook postet.

Der Turm wurde um das Jahr 1377 erbaut und ist einer der vier markanten, runden Haupttürme der ehemaligen Stadtbefestigung. Unter Denkmalschutz steht er freilich auch. Während seiner Geschichte hat er schon einiges durchmachen müssen. So wurde er 1552 im Zweiten Markgrafenkrieg stark beschädigt und 1556 von Stadtbaumeister Jörg Unger, den Anforderungen moderner Wehrtechnik entsprechend, zu seiner heutigen runden Form umgestaltet.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Turm zu Zivilschutzzwecken ausgebaut. Die Kriegsschäden nach 1945 waren relativ gering und beschränkten sich, von ein paar Einschusslöchern auf der Südseite abgesehen, überwiegend auf das Dach. Zwischenzeitlich mussten aber Schäden an der Fassade saniert werden. Diese Arbeiten wurden durch das städtische Hochbauamt nun abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Pressemitteilung der Stadt auf rund 1,7 Millionen Euro.

Bereits vor der eigentlichen Fassadensanierung war der Turm im unteren Bereich von einem Gerüst verdeckt. Im Jahr 2011 nämlich lösten sich Mauerwerksteile. Das Gerüst diente dem Schutz von Passanten und Fahrzeugen und sicherte den Turm zumindest temporär.

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