
Am Donnerstag, 1. August, zog erneut eine Gewitterfront über Mittelfranken. Nürnberg wurde mit voller Wucht getroffen. In einem Fall musste sogar ein älterer Mann aus seinem Auto gerettet werden, das in einer Unterführung von Wassermassen umschlossen worden war. Eine Anwohnerin befreite den Mann zusammen mit einem Angestellten der VAG, dazu schlugen sie die Scheibe mit einem Hammer ein. "30 Sekunden später und er wäre wahrscheinlich ertrunken", sagte die Lebensretterin zu der Agentur News5.
Weiter zeigt die Agentur ein Foto von einer komplett vollgelaufenen Unterführung. Wer genau hinsieht, kann in der Mitte gerade noch das Dach eines versunkenen Autos erkennen. Die Feuerwehr war - wie leider oft bei solchen Regenfällen - bei der Unterführung Zerzabelshofstraße im Einsatz.
Im Laufe des Abends wird mit starken Schauern, Wind und Gewittern gerechnet.
Dieser Text wurde am 3.08 um 14 Uhr aktualisiert.
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3 Kommentare
Knatterton
Die Stadt Nürnberg ist noch immer damit beschäftigt, eine sogenannte "Hot-Spot-Karte" zu erstellen (Wet Spot wäre treffender), um Orte, an denen Starkregenereignisse Probleme verursachen könnten, vorab identifizieren zu können.
Seit vielen Jahrzehnten ist besonders die Unterführung Zerzabelshofstraße ein solcher Ort. Dazu braucht man keine jahrelangen wissenschaftlichen Untersuchungen, jeder Anwohner kann viele Geschichten dazu erzählen.
Andere Städte haben auch solche Problemstellen. Manche lösen das so: es wird dauerhaft eine Pumpe samt Abflussleitung installiert. Bei Überschwemmung genügen 2 Feuerwehrleute - ohne technisches Gerät, nur mit einem Schlüssel! -, um die Pumpe vor Ort einzuschalten und den Abfluss des Wassers zu überwachen. Das wird auf die nächstgelegene Grünfläche geleitet, wo es nach und nach versickern kann.
Vielleicht ist genau letzteres das Nürnberger Problem: man findet ja kaum mehr unversiegelte Flächen in der Stadt... wo soll das Wasser hin... ;-
02.08.2024 12:43 Uhr