Nürnberg - Kann man noch guten Gewissens ins Delfinarium gehen? Der neue Podcast unseres Medienhauses "Das Delfin-Dilemma" beleuchtet Delfinhaltung in Nürnberg. Auch wir wollen diese Woche Ihre Meinung zum Delfinarium im Nürnberger Tiergarten wissen.
21.04.2024 08:00 Uhr

Es ist eine Institution im Nürnberger Tiergarten: Im Sommer 1971 eröffnete das Delfinarium. Wie wenig die Tierpfleger zum damaligen Zeitpunkt über Delfinhaltung wussten, erzählt der ehemalige Nürnberger Chef-Delfintrainer, Hans-Jürgen Klinckert, im Podcast "Das Delfin-Dilemma": "Wir wussten zum Beispiel nicht, dass Delfine das Wasser, in dem sie leben, nicht trinken können."

"Das Delfin-Dilemma" ist ein neuer Podcast des Verlags Nürnberger Presse. In fünf Folgen beschäftigt er sich mit der menschlichen Faszination für Delfine, Aktivismus für Meeressäuger und stellt Geschichten rund um das Nürnberger Delfinarium in den Fokus.

Nach drei Jahren Bauzeit wurde 2011 die neue Delfinlagune im Tiergarten Nürnberg eröffnet. In den nunmehr 40 Jahren konnte man in Nürnberg viele Erfahrungen zu den Publikumslieblingen sammeln. Die Delfinhaltung bleibt in der Gesellschaft aber weiterhin umstritten. Befürworter des Delfinariums betonen die Bedeutung von Forschung an Delfinen, die so nur im Delfinarium möglich sei. Auch für effektiven Artenschutz brauche es Delfinhaltung weiterhin.

Kritiker stellen dem entgegen, dass nur das Leben in der freien Wildbahn artgerecht sei. Sechs Becken und rund 5400 Kubikmeter Wasser reichten für ein gutes Delfinleben einfach nicht aus.

Derzeit leben in Nürnberg sieben weibliche Delfine. Zucht ist dadurch aktuell nicht möglich. Wenn es nach Tiergartendirektor Dag Encke geht, soll sich das ändern, denn: "Die Tiere leiden sehr unter dem Mangel an Fortpflanzung. Das ist kein schöner Zustand."

Was sagen Sie zum Nürnberger Delfinarium? Zeitgemäß oder eine Attraktion, die in die Jahre gekommen ist? Stimmen Sie ab oder schreiben Sie uns Ihre Meinung via Kommentarfunktion!