Nürnberg - Es hat Tradition, steht aber immer mehr auf der Kippe: Das Skilager in den Alpen ist für viele Schüler in Nordbayern eine schöne Abwechslung zum Alltag. Doch Klimawandel und hohe Kosten machen die Fahrt immer umstrittener. Es gibt erste Absagen.
04.12.2023 10:54 Uhr

Es ist teuer. Sehr teuer. Ausrüstung, Anreise, Unterkunft, Skipässe: Die Kosten sind massiv gestiegen, es werden Hunderte Euro fällig, die viele Familien nur schwer oder teilweise gar nicht aufbringen können.

Es ist ökologisch fragwürdig. Nachhaltigkeit und der Klimawandel sind große und berechtigte Argumente bei der Diskussion um die Sinnhaftigkeit einer Klassenfahrt in die Alpen. Es gibt Schulen, die bereits ihren Verzicht auf Skilager erklärt haben - und stattdessen eine Sommersportwoche einführen.

Andererseits betonen viele Schulleiter den nicht messbaren Wert eines gemeinsamen Ausflugs der Schulklassen in die Berge: Pädagogisch wertvoll, wichtig für die Klassenbildung und das soziale Gefüge sei das Skilager. "Es prägt Schüler nachhaltig, für einige ist es das erste und einzige Mal, dass sie auf Skiern stehen oder verschneite Berge erleben", betonte unlängst ein Schulleiter aus der Region, als wir über das Thema berichteten.

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