
Es gibt einen neuen Lokalmatadoren am Flughafen Nürnberg. Kürzlich, am 30. Oktober, weihte die Franconia Air Service GmbH ihren Schalter am Airport ein. Die Airline bietet ab diesem Winter Privatflüge, sowie regelmäßige Linienflüge mit Kleinflugzeugen an, wie es in einer Facebook-Mitteilung des Flughafens heißt.
Die Franconia Air Service GmbH fliegt demnach ab dem sechsten November innerdeutsche Destinationen in Hamburg, Bremen und Mönchengladbach an. Die Airline bezeichnet dieses neue Angebot als "interessante Alternative zu Auto und Bahn für Geschäftsreisende". Außerdem bringt die "effiziente und fortschrittliche DA 42 NG (Anmerkung der Redaktion: ein zweimotoriges Kleinflugzeug) Sie auch zu den kleineren, regionalen Flugplätzen in ganz Europa, welche durch das Linienflugnetz der großen Fluggesellschaften nicht angeflogen werden", heißt es auf der Website der Airline.
Teilweise zeigen sich die Leserinnen und Leser von dieser Neuigkeit begeistert. "Auf die Verbindung Nürnberg - Hamburg habe ich gewartet", schreibt eine Userin. "Tolle Sache!!! Endlich wieder HH ab Nürnberg" ein weiterer.
Genau die genannte "Alternative zu Auto und Bahn" sorgt unter dem Posting auf Facebook aber auch für Kritik - vor allem wegen des fortschreitenden Klimawandels. So schreibt etwa ein User "Super Sache, diese Kurzstreckenflüge hat man im Jahr 2023 noch gebraucht." Weitere bemängeln daneben auch den Preis. "Was sich hierzulande alles als 'Alternative' bezeichnen darf ist echt erschreckend. (619 Euro Festpreis, da kriegt man momentan 10 ICE-Tickets Nach Hamburg #DB)" und "620 Euro one way. Na klar doch. Danke. Da fahr ich lieber Bahn" sind nur zwei Kommentare darunter.
8 Kommentare
E.D.
Wie klein ist das Flugzeug denn und wieviel Kerosin verbraucht es für einen Flug von Nürnberg nach Hamburg? Mit der Typenbezeichnung findet man in der Tat extrem kleine Flugzeuge, in die aber neben dem Piloten höchstens 1 bis 3 Personen passen. Ist das gemeint für Linienflüge? Und bei der Umweltbelastung muss man dann vergleichen: welche zusätzliche Belastung wenn eine Person mehr im ohnehin fahrenden ICE sitzt (der Zug also vielleicht 100 kg mehr wiegt) und welche Belastung pro Person (ohne den Piloten) wenn da extra ein Flugzeug fliegt?
Und das Argument "geht euch doch nichts an, wenn ich es mir leisten kann" zählt nur dann, wenn der Flugreisende gleichzeitig auch die Umweltbelastung kompensiert, also z.B. je Flug ein paar Bäume pflanzen lässt. Dann kann er sagen, er hat damit die Umweltbilanz nicht negativ beeinflusst.
03.11.2023 19:48 Uhr