SCHWABACH - Die Bischofsmütze ist ein seltener Pilz, der allerdings nicht ganz ohne Bedenken zu genießen ist.
06.11.2023 18:32 Uhr

Michael Bangerter hat uns aufmerksam gemacht auf einen seltenen Pilz, den er in einem Waldstück bei Schwabach gefunden hat. Er zog die Schweizerische Zeitschrift für Pilzkunde zu Rate und die Online-Enzyklopedie Wikipedia unter den Stichwort "Fundkorb.de"

Hier nun, was er herausgefunden hat über den Fund in einem Waldstück nahe Schwabach: Es handelt sich um eine Bischofsmütze (Gyromitra infula; gyros=gewunden; mitra = Mütze), eine Pilzart aus der Familie der Giftlorchelverwandten.
Der seltene Pilz wächst als Saprobiont in Nadelwäldern unter Fichten und Kiefern. Die Fruchtkörper, die bis zu 30 Zentimeter groß werden können, findet man im Herbst auch auf Holzlagerplätzen und Baumstümpfen.

Der Speisewert der Bischofsmütze ist umstritten. Wie alle Arten der Gattung Gyromitra enthält die Bischofsmütze den Giftstoff Gyromitrin, allerdings in geringerer Konzentration als zum Beispiel in der Frühjahrslorchel. Man sollte ihn als Speisepilz (auch aufgrund seiner Seltenheit) nicht verwenden.