
Der "Park(ing) Day" kommt wieder. Nun schon zum dritten Mal in Schwabach, und er wird immer größer. Dieses Jahr fällt der dritte Freitag im Monat – der traditionelle internationale Park(ing)Day – auf den 15. September. An diesem Freitag werden am Nachmittag ab 15 Uhr einige Parkplätze in der Stadt in kleine Oasen verwandelt.
Da werden modellhaft Pflanzinseln, Gastronomie- und Sitzflächen geschaffen, es darf gespielt und musiziert werden, die Begegnung von Menschen steht im Mittelpunkt, und das Schaffen einer lebenswerten Umwelt. An diesem Tag ist auch der "Tag des Klimas". "Der Wandel des Klimas wird immer deutlicher spürbar durch große Hitze mit verheerenden Feuern und gewaltigen Regengüssen und Überschwemmungen", schreiben die Initiatoren des Klimabündnisses aus Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), Bund Naturschutz (BN) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) in einer Pressemitteilung.
Schwabachs Stadtklima verbessern
Der Park(ing) Day möchte eine Möglichkeit zeigen, das Stadtklima zu verbessern. "Pflanzen schaffen bessere Luft, filtern Feinstaub, kühlen die Umgebung und sind darüber hinaus schön anzusehen", sagen die Macher der Aktion. Ein bunter Weg entlang von Pflanzinseln und Natur werde gern angenommen, während ein aufgeheiztes Pflaster, eingesäumt von Autos, eher die Notlösung sei.
"Ein Auto verbraucht sehr viel Platz und steht statistisch trotzdem 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. Wird es bewegt, braucht es am Zielort erneut einen Parkplatz", begründen die Aktivisten ihr Engagement. Folglich gebe es in Deutschland rund 160 Millionen Parkplätze für rund 45,5 Millionen Autos - das sind etwa 3,5 Parkplätze pro Fahrzeug, das in Deutschland vorgehalten wird. Und die Parkflächen reichen offenbar trotzdem nicht, da Autos oft in zweiter Reihe oder auf Rad- und Fußwegen geparkt werden.
Dazu kommt dem Klimabündnis zufolge: "Trotz der vielen Parkplätze suchen Autofahrer durchschnittlich 41 Stunden pro Jahr nach einem Parkplatz. Dabei verursachen sie etwa 30 Prozent des Verkehrs in den Städten." Ein Parkplatz verbrauche etwa 13 Quadratmeter Fläche und sei damit größer als viele Kinderzimmer. Auf einem Parkplatz könnten auch zehn Fahrräder parken.
In Schwabach sind die Wege kurz, sodass man nach Ansicht der Aktivisten "das Auto daheim stehen lassen und einfach mit dem Rad oder zu Fuß oder auch mit dem Bus in die Stadt gelangen kann". Der Park(ing) Day am 15. September von 15 Uhr bis 18 Uhr wolle deshalb zeigen, dass Parkplätze auch anders genutzt werden können.
Der kleine, autofrei Park wird sich an diesem Tag von der "Ähre" an der Zöllnertorstraße entlang ziehen. Neben ADFC, BN und VCD erweitern die Jusos, der Stadtjugendring und die Grünen den Park. "Jeder ist eingeladen, sich mit Sitzgelegenheiten, Kuchen und Getränken, Pflanzen, Kunst und Musik, Spielen oder Blumensträußen, Geschichten und Plaudereien zu beteiligen", heißt es in deren Ankündigung.
1 Kommentar
PJ
Hallo,
solange die Erreichbarkeit der Ladenlokale und ggf. Wohnungen für Menschen mit Behinderung gewährleistet bleibt - warum nicht?
Auch eventuell vorhandene Behindertenparkplätze müssen erreichbar und FREI sein - und falls das nicht möglich ist, müssen in unmittelbarer Nähe Ersatzparkplätze eingerichtet werden. Hierbei ist die DIN 18040 zu beachten.
Off topic: Der inflationäre Umgang mit dem Wort "Aktivisten" nervt langsam...
06.09.2023 09:24 Uhr