
Der Nürnberger Bordnetzspezialist Leoni ist endgültig gerettet: Wie das Unternehmen am Donnerstag in einer Mitteilung bekanntgab, würden die im Rettungsplan vorgesehenen Maßnahmen noch im Laufe des Tages, "jedenfalls aber sehr kurzfristig" durch Eintragung in das Handelsregister wirksam werden. Leoni gehört dann alleine der L2-Beteiligungs GmbH des österreichischen Unternehmers Stefan Pierer.
Mit diesem Schritt verlässt Leoni die Börse, die bisherigen Aktionärinnen und Aktionäre scheiden aus - ihre Aktien "erlöschen", wie es im Fachjargon heißt. Die Depotbanken würden die Aktien in den folgenden Tagen ausbuchen.
Um dies durchzusetzen, machte sich Leoni das Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) zunutze. Durch dieses noch recht neue Gesetz werden die Altaktionäre im Rahmen des sogenannten vorgelagerten Sanierungsverfahrens ausgegrenzt, sprich: Sie verlieren alles, um ein Unternehmen als Ganzes zu retten.

1 Kommentar
GaL_Redakteure_zensieren_nicht
Trauriges Ende für die Aktionäre. So ähnlich könnte es für jeden Investoren in einen Stadionbau für den Beinahe-Drittligisten im Schatten der Burg auch eintreffen. Wobei Leoni ja Jahrzehnte lang seriös geführt worden ist..
17.08.2023 12:31 Uhr