Neustadt/Aisch - Etwa 5000 Windeln verbraucht ein Baby im Durchschnitt, bis es trocken ist. Eine Stadt in Franken will nun etwas gegen den immensen Müllberg tun, der durch Einwegwindeln anfällt: Jede Familie, die Stoffwindeln kauft und nutzt, bekommt 100 Euro.
11.08.2023 05:55 Uhr

Mehr als eine Tonne Müll falle laut Angaben der Stadt Neustadt/Aisch im Laufe der Jahre durch die etwa 5000 Einwegwindeln an, die ein Baby für seine Bedürfnisse benötigt, bis es selbst aufs Klo gehen kann. "Mit einem sogenannten Windelzuschuss möchte die Stadt Neustadt zukünftig einen Beitrag zur Mülleinsparung leisten und einen Teil der Kosten für die Anschaffung von Stoffwindeln übernehmen", heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Ziel der Kommune: Familien finanziell entlasten, die Stoffwindeln nutzen und dadurch Müll zu vermeiden sowie die Umwelt entlasten. Doch wie funktioniert der "Windelzuschuss"? Jede Neustädter Familie, die der Stadt eine eingescannte oder abfotografierte Rechnungen für Stoffwindeln zuschickt, soll den Bonus von 100 Euro bekommen, heißt es aus dem Rathaus.

So bekommen Sie die 100 Euro

Und so funktioniert es: Zuerst müsse ein formloser Antrags an die Stadtverwaltung geschickt werden. Wichtige Daten, die darin enthalten sein müssen sind: Name, Adresse und Bankverbindung, Rechnung oder Kassenbeleg des Windelkaufs und Zahlungsnachweis. Das alles kann per E-Mail an die Finanzabteilung der Stadt Neustadt, an kai.neukirchner@neustadt-aisch.de gesendet werden.

Die Unterlagen werden danach geprüft, ehe es nach der Bewilligung zur Auszahlung der 100 Euro kommt. Voraussetzung ist aber, dass die Familie ihren Hauptwohnsitz in Neustadt/Aisch hat. Der Zuschuss soll laut Stadtverwaltung auch rückwirkend gewährt werden, "für alle Stoffwindel-Käufe ab dem 1. Januar 2023.