
Das evangelische Dekanat Bad Windsheim bekommt einen erfahrenen neuen Chef: Jörg Dittmar wechselt nach 15 Jahren in selber Funktion von Kempten im Allgäu nach Mittelfranken und tritt damit die Nachfolge von Karin Hüttel an, die vor wenigen Tagen in den Ruhestand verabschiedet wurde, wie das Büro der Ansbach-Würzburger Regionalbischöfin Gisela Bornowski mitteilte. Der 53-Jährige tritt seine neue Aufgabe voraussichtlich zum 1. September an. Der verheiratete Vater zweier Kinder stammt gebürtig aus Unterfranken und kehrt mit der Funktion in Bad Windsheim näher an seine familiären Wurzeln zurück. Bevor er zum Kemptener Dekan berufen wurde, war er Pfarrer in Aschaffenburg und Vikar in Bad Neustadt an der Saale.
Dittmar wolle "mit ansteckender Begeisterung Zeuge des Evangeliums von Jesus Christus sein". Leistungsaufgabe wolle er bewusst und zielgerichtet wahrnehmen. Wie das Büro um Bornowski mitteilt, bringe der 53-Jährige Erfahrung mit Baumaßnahmen und Fundraising mit, verkörpere ökumenische Weite und sei als Rundfunkprediger überregional bekannt.
Sinkende Mitgliederzahlen und weniger Ressourcen
Auch sonst dreht sich das Personalkarussell in den evangelischen Dekanaten des Kirchenkreis Ansbach-Würzburg derzeit munter: Die Dekansstelle von Herrmann Rummel in Wassertrüdingen ist mangels Bewerber bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben - der Amtsinhaber geht Ende September in den Ruhestand. Im benachbarten Dekanat Dinkelsbühl geht kommendes Jahr dann Uland Spahlinger nach etwa zehn Dienstjahren in Rente; auch dort wird bald eine Nachfolge gesucht. Denkbar ist, dass diese zwei vergleichsweise kleinen Dekanate mit Feuchtwangen künftig ein Hesselberg-Dekanat bilden, heißt es aus gut informierten Kirchen-Kreisen.

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