Erlangen - Der Widerstand gegen den weiteren Abriss des letzten Patientengebäudes der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt in Erlangen geht weiter. Ärzte, aber auch Angehörige von Opfern der NS-Krankenmorde melden sich zu Wort.
Ich verstehe die Ärzte-Gruppe nicht. Die Tötungen haben vor 80 Jahren stattgefunden, da gibt es keine lebenden Angehörigen mehr. Ich habe die Ermordung meines Großonkels 1941 in Hadamar erst bewusst wahrgenommen, als ich im Nachlass meines Vaters die entsprechenden Dokumente gefunden habe (der sie wiederum aus dem Nachlass seines Vaters hatte). Aus diesen Dokumenten spricht sehr viel Menschenverachtung. Bei meinem Besuch in der Gedenkstätte Hadamar hatte ich dann nicht das Bedürfnis, exakt den Ort aufzusuchen, an den die Gaskammer eingebaut war. Die Ausstellung, die im Innenhof nachgebaute Garage für die Reisebusse, mit denen die Patienten angeliefert wurden, und der Friedhof waren für ein würdiges Gedenken absolut angemessene Orte.
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EaH
Ich verstehe die Ärzte-Gruppe nicht. Die Tötungen haben vor 80 Jahren stattgefunden, da gibt es keine lebenden Angehörigen mehr. Ich habe die Ermordung meines Großonkels 1941 in Hadamar erst bewusst wahrgenommen, als ich im Nachlass meines Vaters die entsprechenden Dokumente gefunden habe (der sie wiederum aus dem Nachlass seines Vaters hatte). Aus diesen Dokumenten spricht sehr viel Menschenverachtung. Bei meinem Besuch in der Gedenkstätte Hadamar hatte ich dann nicht das Bedürfnis, exakt den Ort aufzusuchen, an den die Gaskammer eingebaut war. Die Ausstellung, die im Innenhof nachgebaute Garage für die Reisebusse, mit denen die Patienten angeliefert wurden, und der Friedhof waren für ein würdiges Gedenken absolut angemessene Orte.
15.03.2023 07:33 Uhr