
NÜRNBERG - Derzeit tobt eine heftige Auseinandersetzung um den Bau Hunderter neuer Windräder in Bayern. Der Bund in Gestalt von Wirtschaftsminister Robert Habeck möchte den Ausbau durchsetzen, der Freistaat das dringend verhindern und die 10H-Abstandsregel beibehalten. Auf Unterstützung von Artenschutz-Seite kann die Staatsregierung dabei nicht zählen: Sogar Bayerns Vogelschützer wollen mehr Windräder.
1 Kommentar
Phileas
Wir haben hier, im Süden von Deutschland allenfalls die Hälfte Wind wie im Norden der Republik. Nun bedeutet aber die Hälfte Wind, welche an einem Windrad anliegt nicht die Hälfte der Stromerzeugung, sondern nur ein Achtel oder anders ausgedrückt; für den Ertrag eines norddeutschen Windrades müssen wir hier deren acht bauen. Sinnvoll ist das nicht.
Zur 10-H-Regelung noch, die besagt ja nicht, dass innerhalb dieser Grenzen keine Windräder gebaut werden dürfen, wie man allenthalben immer wieder hört oder liest.
Durch diese Regelung wurden nur die Priviliegien beim Bau von Windräder aufgehoben und seitdem gelten für Windräder die gleichen Bauvorschriften wie für alle anderen Bauvorhaben auch, z. B. Bauleit- und Bauordnungspläne. Das liegt überwiegend in der Hand der Gemeinden und diese sind da äußerst zurückhaltend zu diesem brisanten Thema Stellung zu beziehen. Warum wohl?
15.01.2022 07:42 Uhr