Berlin - Es gibt sie fast in jeder größeren Stadt, diese Kneipen. Sie existieren schon ewig, sie sind für viele Besucher ein zweites Wohnzimmer und sie lassen sich auf keine Experimente bei Speise- und Getränkekarte ein. Solch eine Kneipe ist im Berliner Westen der Zwiebelfisch. Besonders schön daran ist die große Glasfront. Wer innen sitzt, sieht immer, was draußen vorgeht. Und wer daran vorbeispaziert, der kann erkennen, ob seine Kumpels schon da sind.
12.01.2022 11:16 Uhr

Der Zwiebelfisch wird heuer 55 Jahre alt. Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde er das nicht schaffen. Ein Brand und dann noch Corona setzten ihm arg zu. Doch nun ist er seit einigen Monaten wieder geöffnet. Zum Glück mit dem gleichen schlichten Holzmobiliar und unter Verzicht auf jedweden Schnickschnack.

Sogar die alten Poster, Zeichnungen und Grußkarten hängen an den Wänden. Einige haben den Brand leicht beschädigt überlebt, andere konnten wiederbeschafft werden. Die schlichte bürgerliche Küche ist eh gleich geblieben.

Ach ja, wer im Frühjahr, Sommer oder Herbst vorbeikommt, der sollte sich nicht über den Christbaum vor der Türe wundern. Der steht hier ganzjährig.

So kommen Sie hin:
Zwiebelfisch, Savignyplatz 7, 10623 Berlin. Von der S-Bahn-Haltstelle Savignyplatz aus sind es nur drei Minuten zu Fuß.

Mehr persönliche Lieblingsorte von unserem Berlin-Korrespondent Harald Baumer.